Atblockflöte in f’ nach Boekhout,

392/ 400/405, Ebenholz mit Doppellöchern, barocke (englische) Griffweise, Elfenbeinfassungen auf Anfrage



Thomas Boekhout, Amsterdam (1666 – 1715),
Stempel: Krone/ T.BOEKHOUT aufrechtstehender Löwe

Boekhout wurde in Kampen (Overijssel) NL geboren, und ist Ende des 17.Jh.’s in Amsterdam Lehrling von Jan de Jager, dessen Nichte er heiratet. 1713 zeigt er im Amsterdamse Courant an, dass er „alle soort van Fluyten, Hobois maekt en verkoopt... Bas Fluyten die al haar tonen geven als op een gemeene Fluyt, en een niuw soort van Bassoons beyde door hem geinventeert“ (macht und verkauft alle Arten Blockflöten, Oboen... Bass-Blockflöten, die alle Töne wie auf einer normalen Blockflöte spielt und eine neue Art Fagott („basson“), beide von ihm erfunden.)
1731 wird eine seiner Blockflöten in der Inventarliste der Marienkirche in Danzig aufgeführt. Diese wunderschöne Altblockflöte in Ebenholz (sic!) und a = 400 Hz gehört dem “Gemeente-Museum Den Haag”, NL.




Lit.: R. van Acht, V. van den Ende, H. Schimmel, „Niederländische Blockflöten des 18.Jahrhunderts“, Celle 1991 ISBN 3-87549-037-X
R. van Acht, in GSJ 41,83, in Tibia 3/90,169
G. Klemisch, „Zur Bauweise der Blockflöte um 1700 und Möglichkeiten des Nachbaus,“ in SAIM, Beiheft 12, Michaelstein/Blankenburg, 1992, S. 47
William Waterhouse, „The New Langwill Index“ London, 1993, ISBN 0-946113-04-1
Pillip T. Young , 4900 Historical Woodwind Instruments, London 1993