Altblockflöte* in f’ nach Bizey,
a=392, gebeizter Buchsbaum mit Doppellöchern, barocke (englische) Griffweise, Elfenbeinfassungen auf Anfrage
*zu hören ist sie u.a. auf dem Label „Digital“ mit Anja Hufnagel. Die CD kann über G,M,Klemisch bezogen werden.

Charles Bizey, Paris (tätig vor 1716 – nach 1752),
Signierung: (Lilie) /BIZEY

Bizey wurde 1716 Mitglied der Instrumentenbauer-Gilde (Instrumentenbaumeister) in Paris. Seine Blockflöte ist sicher nicht vor dieser Zeit entstanden. Das Original in a=392 Hz (Pariser Kammerton) ist demnach eine recht spätes Instrument. Die Lilie (fleur-de-lis) in seinem Stempel zeigt, dass er Lieferant des französischen Hofes war. Er war darüber hinaus wohl einer der ersten, die vierteilige Traversflöten bauten.

Lit.: G. Klemisch, „Zur Bauweise der Blockflöte um 1700 und Möglichkeiten des Nachbaus,“ in SAIM, Beiheft 12, Michaelstein/Blankenburg, 1992, S. 47
William Waterhouse, „The New Langwill Index“ London, 1993, ISBN 0-946113-04-1
Pillip T. Young , 4900 Historical Woodwind Instruments, London 1993