Altblockflöte* in f’ nach Debey,
a = 415, Buchsbaum, Doppellöcher, barocke/englische Griffweise, andere Hölzer (Grenadill, Ebenholz)

Die Flöte zeichnet sich durch eine sehr flache, enge Kernspalte aus und besitzt dadurch einen extrem flexiblen Ton.
*zu hören ist sie u.a. auf Label „Digital“ mit Anja Hufnagel. Die CD ist über G,M,Klemisch zu beziehen

DEBEY, flämisch (1. Hälfte 18. Jh.), 
Stempel I.DEBEY, darunter eine Blume.

Die Meinung von Waterhouse, dass Debey Franzose war, teile ich nicht. Die Lesart des Stempels „de Bey“ ist niederländisch (moderne Schreibweise „de bij“) und bedeutet wörtlich „die Biene“. Er war wahrscheinlich (Süd)-Niederländer, also Flame. Die Bauweise der Blockflöte würden dies nahe legen.
Von Debey gibt es noch eine Oboe (Oxford, GB) und eine unvollständige Oboe d’amore (Brugge, B)


Lit.: G.M. Klemisch, „Zur Bauweise der Blockflöte um 1700 und Möglichkeiten des Nachbaus,“ in SAIM, Beiheft 12, Michaelstein/Blankenburg, 1992, S. 47
William Waterhouse, „The New Langwill Index“ London, 1993, ISBN 0-946113-04-1
Pillip T. Young , 4900 Historical Woodwind Instruments, London 1993,