Traversflöte in d’ nach Naust,

a=400 - 405 Hz (Originalstimmung), a = 392 Hz
dreiteilig, Buchsbaum, andere Hölzer (Grenadill, Ebenholz) auf Anfrage.
Elfenbeinfassungen auf Anfrage



Pierre Naust, La Couture-Bousset/Paris (1660 – 1709),
Signierung: NAUST/ (Löwe)

Seine Werkstatt wurde von seiner Witwe sowie weiteren Familienmitgliedern nach seinem Tod weitergeführt bis sie 1734 von Thomas Lot durch Einheirat übernommen wurde. Die vierteilige Traversflöte wurde möglicherweise erstmals in dieser Werkstatt gebaut, wenn auch wohl nicht von Pierre, obwohl diese Neuerung auch Charles Bizey zugeschrieben wird.
Man kann davon ausgehen, dass die als Vorlage dienende, hervorragende Flöte im Berliner Musikinstrumentenmuseum von Pierre’s Hand ist, demnach vor 1709 entstanden ist.
Was französische, dreiteilige Flöten betrifft, besitzt wohl nur die Hotteterre-Flöte in der Grazer Sammlung eine vergleichbare Qualität.
Auch seine Altblockflöte in der Sammlung Iino (Tokyo) dürfte dieser Periode entstammen. Wie mir Heiko ter Schegget mitteilte, gehört diese Blockflöte zu den schönsten Originalen des 18. Jh.s.

Lit.: Tula Giannini, Great Flute Makers of France: The Lot and Godfroy Families, 1650-1900, London 1993
William Waterhouse, „The New Langwill Index“ London, 1993, ISBN 0-946113-04-1
Pillip T. Young , 4900 Historical Woodwind Instruments, London 1993